Führung generationenheterogener Kollegien in Pflegeschulen – Herausforderungen und Strategien im Kontext der Digitalität
- Pflegeschulen stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Neben dem Fachkräftemangel, der Umsetzung der generalistischen Pflegeausbildung und steigenden organisatorischen Anforderungen verändert insbesondere die Digitalisierung die Zusammenarbeit und das Führungshandeln. Gleichzeitig arbeiten Lehrkräfte mit unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen, Qualifikationen und Altersgruppen in den Kollegien zusammen. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit, welche Führungsstrategien Schulleitungen anwenden, um generationenbedingte Herausforderungen im Kontext der Digitalität zu bewältigen. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt. Es wurden leitfadengestützte Experteninterviews mit fünf Schulleitungen sowie ergänzend mit vier Lehrkräften geführt. Die Auswertung erfolgte mithilfe der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz und Rädiker. Die Ergebnisse zeigen, dass generationale Unterschiede im Führungsalltag zwar wahrgenommen werden, von den Befragten jedoch nicht als zentrales Problem beschrieben werden. Wesentlich bedeutsamer sind individuelle Persönlichkeiten, berufliche Erfahrungen sowie unterschiedliche Haltungen gegenüber Veränderungen und Digitalisierung. Erfolgreiches Führungshandeln zeichnet sich insbesondere durch transparente Kommunikation, die Einbeziehung der Lehrkräfte in Entscheidungsprozesse, klare Strukturen sowie eine situationsangemessene Verbindung verschiedener Führungsansätze aus. Dabei finden sich sowohl transformationale als auch distributive Elemente, die je nach Situation unterschiedlich eingesetzt werden. Gleichzeitig wird deutlich, dass Digitalisierung weit über den Einsatz digitaler Technologien hinausgeht und Kommunikations-, Kooperations- und Führungsprozesse nachhaltig verändert. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass erfolgreiche Führung in Pflegeschulen nicht auf einen einzelnen Führungsstil zurückgeführt werden kann. Vielmehr zeigt sich, dass eine flexible und situationsangemessene Verbindung verschiedener Führungsansätze geeignet ist, den Anforderungen generationenheterogener Kollegien im Kontext der Digitalität zu begegnen. Daraus werden Handlungsempfehlungen für Schulleitungen abgeleitet, die sowohl die organisationale Entwicklung als auch die Zusammenarbeit in heterogenen Kollegien unterstützen.
| Author: | Maja Althoefer |
|---|---|
| URN: | urn:nbn:de:hbz:386-kluedo-133345 |
| DOI: | https://doi.org/10.26204/KLUEDO/13334 |
| Advisor: | Thomas Odemer |
| Document Type: | Master's Thesis |
| Language of publication: | German |
| Date of Publication (online): | 2026/07/13 |
| Year of first Publication: | 2026 |
| Publishing Institution: | Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau |
| Granting Institution: | Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau |
| Date of the Publication (Server): | 2026/07/15 |
| Tag: | Digitalität; Führung; Führungshandeln; Generationenheterogenität/ gemischte Kollegien; Generationenmanagement; Konfluente Führung (Rolff); Leadership; Management; PERMA-Lead; Pflegeausbildung; Pflegepädagogik; Pflegeschule; Qualitative Inhaltsanalyse (Kuckartz); Schulleitung; Schulmanagement; Transformationale Führung |
| Page Number: | IX, 77, CCXXVIII |
| Faculties / Organisational entities: | Distance and Independent Studies Center (DISC) |
| DDC-Cassification: | 3 Sozialwissenschaften / 370 Erziehung, Schul- und Bildungswesen |
| Collections: | Herausragende Masterarbeiten am DISC |
| Licence (German): |
